Lungenkrebsscreening
Eine gute Nachricht für Menschen mit hohem Risiko für Lungenkrebs: Zeitgleich mit dem bundesweiten Start des lange erwarteten Früherkennungsprogramms für Lungenkrebs („Lungenkrebsscreening“) bieten wir Ihnen diese Vorsorgeuntersuchung demnächst an unseren CT-Standorten von Augsburg über München und Umland bis Rosenheim an.
Leben retten durch Früherkennung
Lungenkrebs gehört zu den häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen in Deutschland. Der wichtigste Risikofaktor ist das inhalative Zigarettenrauchen. Besonders problematisch: Die Erkrankung verursacht in frühen Stadien meist keine Beschwerden und wird daher oft erst spät erkannt – mit entsprechend schlechten Heilungschancen. Mit dem neu eingeführten Lungenkrebsscreening als Vorsorgeuntersuchung für starke Raucher können wir die Erkrankung nun häufiger in frühen Stadien entdecken. Eine frühzeitige Behandlung wird so möglich – die Heilungschancen erhöhen sich. Internationale Studien haben diesen Nutzen gezeigt.
Niedrigdosis-CT als schonendes und präzises Verfahren
Die Computertomographie (CT) ist seit langer Zeit der „Goldstandard“ für die hochaufgelöste Abbildung der Lungen in feinen Schnittbildern. Durch stetige Weiterentwicklung der CT-Geräte ist es heute möglich, mit extrem niedrigen Röntgendosen hochwertige Bilder zu erzeugen, auffällige Herde in der Lunge aufzuspüren und diese genau zu analysieren. Es ist hierfür weder ein Kontrastmittel noch eine spezielle Vorbereitung nötig – die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.
Bildanalyse und Befunderstellung nach höchsten Standards
Ihre Bilder werden von speziell geschulten und zertifizierten Radiologen analysiert. Auffällige Befunde werden nach einem standardisierten Schema beurteilt; die Tumorwahrscheinlichkeit kann auf diese Weise sehr gut abgeschätzt werden. Bei jeder Bildauswertung kommt zudem moderne Software mit spezifisch trainierter künstlicher Intelligenz (KI) zum Einsatz, die Lungenherde detailliert nach verschiedenen Kriterien auswertet und bei der Risikoeinschätzung unterstützt. Besteht ein Verdacht, werden die Bilder an ein spezialisiertes Lungenkrebszentrum weitergeleitet und dort erneut analysiert. Sollte eine weitere Abklärung (z. B. Bronchoskopie) erforderlich werden, kann diese dann zeitnah direkt am Lungenkrebszentrum erfolgen.
Risikoabschätzung durch regelmäßige Verlaufskontrollen
Die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen der Lungen gelingt häufig nur durch Beobachtung im zeitlichen Verlauf: Während sich ein gutartiger Herd nicht oder nur gering verändert, wachsen bösartige Tumoren schnell. Um ein solches Wachstum sicher und rechtzeitig zu erkennen, ist das Lungenkrebsscreening daher als regelmäßige Untersuchung in jährlichen Abständen vorgesehen.
Bin ich teilnahmeberechtigt?
Das Lungenkrebsscreening ist als Früherkennungsprogramm für aktive und ehemalige langjährige Raucher (mindestens 25 Jahre Rauchdauer) im Alter zwischen 50 und 75 Jahren mit hohem Zigarettenkonsum (mindestens 15 „Packungsjahre“ oder „pack years“) vorgesehen. Die Überprüfung des Risikoprofils und gegebenenfalls der Einschluss in das Programm erfolgt durch niedergelassene Hausärzte und Internisten sowie durch Arbeitsmediziner.
Wenn Sie mindestens 50 und nicht älter als 75 Jahre alt sind und in Ihrem Leben viel geraucht haben, erfüllen Sie möglicherweise die Kriterien zum Einschluss in das Früherkennungsprogramm. Lassen Sie sich beispielsweise von Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin über das Programm informieren und bedarfsweise einschließen. Anschließend können Sie dann bei uns die regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen bekommen.
Alternativ können Sie in unserer Münchner Hausarztpraxis FIRSTMED direkt einen Termin zur Beratung buchen.
Wo kann ich mich untersuchen lassen?
Wir bieten Ihnen das Lungenkrebsscreening an unseren Praxisstandorten in Augsburg, Herrsching, Starnberg, Fürstenfeldbruck, München (München Zentrum, Am ISAR Klinikum, Arabellapark), Gmund und Rosenheim an.
Mit welchen Lungenkrebszentren kooperiert DIE RADIOLOGIE?
Abhängig vom Untersuchungsstandort erfolgt eine Zweitbefundung (falls erforderlich) in den radiologischen Instituten folgender Lungenkrebszentren:
Kostenübernahme
Die Kosten des Lungenkrebsscreenings werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wenn Sie privat versichert sind, klären Sie bitte die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse.
Programmstart
Frühjahr 2026. Der genaue bundesweite Startzeitpunkt wird noch bekanntgegeben.
Wenn Sie Fachärztin bzw. Facharzt für Innere Medizin, Allgemeinmedizin oder Arbeitsmedizin sind oder sich auf einem dieser drei Gebiete mindestens im dritten Weiterbildungsjahr befinden, können Sie Ihre Risikopatienten zum Lungenkrebsscreening einschließen, sofern Sie eine spezifische Fortbildung absolviert haben.
DIE RADIOLOGIE bietet Ihnen solche Fortbildungen im Rahmen unserer Zuweiserkolloquien kostenlos an.
Weitere Möglichkeiten für spezifische Fortbildungen finden Sie beispielsweise über ccm Campus oder Medixum.
Im Rahmen des Teilnehmereinschlusses ist ein Bericht zu erstellen, in dem die Eignung und die Aufklärung der Teilnehmer dokumentiert sind. Ein Muster für diesen Bericht können Sie hier herunterladen, gerne zur eigenen Verwendung.
Weitere Informationen zum Lungenkrebsscreening:
Lungenkrebsfrüherkennungsverordnung
Beschluss des G-BA zum Lungenscreening
Vorgaben der Bundesärztekammer über spezifische Fortbildungsmaßnahmen
Wir sind für Sie da
Sie haben Fragen zum Lungenkrebsscreening? Wir beraten Sie gerne.
Rufen Sie uns an unter T. 089 550 596 0 oder schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.
Terminvergabe und Kontakt
Unser Empfangsteam hilft Ihnen bei allen oorganisatorischen Fragen schnell weiter. Gerne beantworten wir auch Ihre medizinischen Fragen – vor und nach Untersuchung.
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung: per Telefon, über die Online-Terminvereinbarung oder für Fragen über unser Kontaktformular.