Mammographie und Screening

Bildgebungsverfahren zur Diagnostik der Brust per Mammographie.

Bei der digitalen Mammographie handelt es sich um eine Röntgenaufnahme der Brust, die im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung zur Brustkrebs-Früherkennung eingesetzt wird. Hier sind wir seit vielen Jahren Partner im Mammographie-Screening-Programm, das sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ohne Symptome richtet.

Dazu werden deutschlandweit über 10 Millionen Frauen im 2-Jahresrhythmus automatisch eingeladen. Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist freiwillig und für gesetzlich krankenversicherte Frauen kostenfrei, aber auch privat versicherte Patientinnen haben Anspruch auf die Teilnahme. Sollten Sie hierzu nicht eingeladen worden sein, oder falls Sie einen bestehenden Terminvorschlag anpassen möchten, wenden Sie sich hierfür bitte an die zentrale Stelle.

Ziel des Programms ist es, Brustkrebs im Frühstadium zu entdecken, um eine günstigere Prognose und schonendere Behandlung zu ermöglichen. Studien zufolge senkt die regelmäßige Teilnahme an Mammographie-Untersuchungen die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu versterben deutlich – um 40%.

Vorteile des Mammographie-Screening-Programms 

Das Besondere an diesem Programm ist der sehr hohe Qualitätsstandard, der durch zahlreiche Kontrollmechanismen und Schulungen stets sichergestellt wird. Die Mammographien werden bundesweit von 95 Screeningeinheiten koordiniert und von speziell geschulten und zertifizierten Fachkräften erstellt. Es kommen dabei moderne digitale Mammographiegeräte zur Anwendung, die beste Bildqualität bei niedriger Röntgendosis liefern. 

Prinzip der Doppelbefundung – die Befundung der Aufnahmen erfolgt dann durch mindestens zwei ebenfalls speziell ausgebildete und zertifizierte radiologische Fachärztinnen oder Fachärzte. Jeder dieser Medizinerinnen und Mediziner muss pro Jahr mindestens 5000 Untersuchungen nachweisen, um eine entsprechende Befundungsqualität zu garantieren.

Erfahrungen aus der Vergangenheit und wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die „normale“ Brustkrebsvorsorge (außerhalb eines qualitätsgesicherten Programms) keine qualitativ ausreichenden Ergebnisse liefert. 
Nur durch die vielen Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung des Personals und ständig stattfindende Qualitätskontrollen der Mammographiegeräte, der bilderstellenden Fachkräfte und der befundenden Fachärztinnen und Fachärzte können die sehr guten Ergebnisse des heutigen Mammographie-Screening-Programms erreicht werden.

Zunächst erhalten Sie eine Einladung zum Mammographie Screening – in der Regel ab dem 50. Lebensjahr. Ihnen wird eine Uhrzeit und ein Datum der Untersuchung vorgeschlagen, Sie können beides auf Wunsch gerne ändern lassen.

Am Tag der Untersuchung kommen Sie zu der für Sie zuständigen Praxis. Hier wird die Mammographie bei Ihnen von einer speziell geschulten radiologischen Fachkraft angefertigt, direkt danach können Sie die Praxis wieder verlassen.

Unsere speziell geschulten und zertifizierten medizinisch-technischen Assistentinnen bereiten Sie einfühlsam auf die Untersuchung vor und erklären Ihnen jeden Schritt. 

Um trotz der niedrigen Strahlendosis eine gute Bildqualität zu erreichen, wird Ihre Brust für die Untersuchung kurzzeitig komprimiert. Das kann etwas unangenehm sein, ist jedoch völlig ungefährlich und nur von kurzer Dauer. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen erstellt, die im Anschluss an die Untersuchung von unseren Experten ausgewertet werden. 

Eine besondere Vorbereitung ist für die Untersuchung nicht notwendig. Falls möglich, sollte die Untersuchung kurz nach der Regelblutung erfolgen, da die Brust dann weniger druckempfindlich ist. 

Sollten bereits Voraufnahmen oder Vorbefunde vorliegen, bringen Sie diese bitte zur Untersuchung mit. Falls Sie spezielle Fragen haben, notieren Sie sich diese gerne vorab. So können wir bestmöglich auf Ihre individuelle Situation eingehen.

Die Bilder werden nacheinander von zwei radiologischen Fachärztinnen oder Fachärzten befundet, nach dem Prinzip der Doppelbefundung. Falls beide Ihre Bilder als unauffällig einstufen, werden Sie zeitnah per Post über den unauffälligen Befund informiert. Die nächste Untersuchung steht dann wieder in zwei Jahren an. 97% aller Befunde sind dabei unauffällig.

Falls einer der beiden radiologischen Fachärztinnen oder Fachärzte eine Auffälligkeit auf den Aufnahmen erkennt, gehen Ihre Bilder in die Konsensuskonferenz. Hier wird die Auffälligkeit von beiden befundenden Ärztinnen oder Ärzten und der für ihre Screening-Einheit zuständigen Programmverantwortlichen besprochen. Wenn weitere Untersuchungen zur Klärung nötig sind, werden Sie ebenfalls per Post darüber informiert und nochmals zu einem Abklärungstermin eingeladen.

Bei diesem Abklärungstermin wird die Auffälligkeit dann mittels weiterer Verfahren (3D-Mammographie, Sonographie etc.) untersucht. Eventuell ist eine Biopsie (die Entnahme einer Gewebeprobe) notwendig, um den Befund genau einzuordnen.

Falls bei Ihnen Brustkrebs diagnostiziert wird, erfolgt die weitere Behandlung an einem speziellen Brustzentrum. Die frühe Diagnose des Brustkrebs verbessert in der Regel die Möglichkeiten zur Behandlung deutlich.

Mehr Informationen über das Mammographie-Screening-Programm finden Sie hier

Mammographie außerhalb des Screening-Programms

Sollten Brust-Untersuchungen notwendig sein, die nicht im Rahmen der reinen Vorsorge stattfinden, wird Sie Ihr Gynäkologe oder Hausarzt zur Brustdiagnostik überweisen. Gründe hierfür können unter anderem sein: Nachsorge nach Brustkrebs, Brust-Beschwerden, intensivierte Vorsorge bei erhöhtem familiären Risiko und noch weitere Gründe.

In diesem Fall wenden Sie sich gerne zur Terminvereinbarung direkt an uns.